Was ich mich an der Stelle Frage ist, was denn alles unter “Bergsport” fällt.
Der DAV meint dazu folgendes:
Und gleichzeitig ist Bergsport auch die Klammer für den Facettenreichtum am Berg: für das Wandern, das Tourengehen, das Klettern. Aber auch das Mountainbiken, das Skibergsteigen, Bouldern oder sogar Slacklinen.
Etwa dann, wenn Leute sich wegen der Bilder ausgeschlossen fühlen, weil sie meinen, das ‘falsche’ Körpergewicht zu haben.
Ich aus meiner Perspektive würde dass gar nicht so pauschal für alle Bergsportarten sagen. Gerade bei Wandern und zum Teil beim Skifahren würde ich das anders sehen.
Bei Sportarten wie Klettern oder Bouldern, vielleicht auch Slacklinen ist das doch aber wahrscheinlich auch eine Frage von vorhandener Diversität? Ich würde einfach mal behaupten, dass Bouldern in den Bergen oder Bergklettern durchaus eine gewisse Fitness voraussetzt, die zwar nicht zwangsweise eine schlanken und durchtrainierten Körper voraussetzt, aber durchaus eine starke Korrelation damit hat.
Gute Aktion. Gefällt mir.
Leider komm’ ich im Moment nicht mehr dazu, aber Bouldern und Klettern war für eine gewisse Zeit mal mein “Hauptsport”. Ich hab danach immer noch gerne ein Getränk getrunken und anderen beim Klettern/Bouldern zugeschaut. Hin und wieder hab ich mich auch dabei ertappt, dass ich überrascht war, wenn eine Person, die eben nicht den stereotypischen, athletischen Körperbau hatte, eine schwere Route gut hochgekommen ist.
Im zweiten Moment natürlich überhaupt nicht überraschend. Gute Technik und Erfahrung bringt einen echt weit bei dem Sport. Und mit guter Technik sinkt halt auch einfach die benötigte Kraft.
Wenn immer wieder das gleiche Bild vermittelt wird, setzt sich das irgendwann halt doch fest. Von daher, finde ich es echt gut, wenn die Vielfältigkeit auch in der “Außendarstellung” gezeigt wird.
Ja klar, weil das Verhältnis von Kraft zu Körpergewicht beim klettern super wichtig ist?
Wenn man übergewichtig ist klettert man nicht mal eben El Capitan.
Ne, aber auf die höchsten Berge Deutschlands kommt man auch mit 30kg Übergewicht noch hoch.
Klettern ist halt nur ein Aspekt von Bergsport.
Auch als normalgewichtiger klettert man nicht mal eben El Capitan
“Die Bildsprache im Bergsport”… Gibt halt keine Angaben, was damit genau gemeint ist. Wer macht diese Bildsprache und wo ist sie zu sehen? Ich krieg davon nix mit. Sollte sowas nicht erläutert werden, wenn man darauf aufmerksam machen will?
Woher weiß man, dass das wirklich eine große Falschrepräsentation da ist? Hat man geschaut, wieviel Bilder es von dem einen gibt, wieviel von dem anderen, und wieviel das Verhältnis tatsächlich in der Bevölkerung ist?
Für mich sieht das ganz aus wie “ja fühlen wir halt iwie so also muss das wohl so sein”
Diese Fragen werden im Artikel beantwortet.
Da setzt du positivistische Maßstäbe an, wo sie nicht hingehören. Würde man diese an alle Erkenntnis anlegen, würde ein riesiger Teil unseres Verstehens der sozialen Welt als HokusPokus erscheinen.
In dem Artikel wird doch auf genau diese Kritik eingegangen:
Kritiker von qualitativen Forschungsmethoden, die die Verwendung quantitativer Methoden für die meisten sozialwissenschaftlichen Gegenstandsbereiche für angemessener halten, werfen qualitativen Sozialforschern manchmal Unwissenschaftlichkeit vor: Zum einen kritisieren sie die Subjektivität und Willkürlichkeit der erhobenen Daten (die ja nicht mit einem einheitlichen standardisierten Schema erhoben werden) und der darauf aufbauenden Analyseergebnisse und Interpretationen. Zum anderen wird kritisiert, dass qualitative Sozialforschung (wegen des großen Aufwands, den bspw. die Durchführung qualitativer Interviews und deren interpretativer Analyse bedeutet) nur mit sehr kleinen Fallzahlen arbeite und deshalb keine repräsentativen Ergebnisse erbringen könne.
Einfach pauschal zu meinem, dass die oben genannte Kritik hier nicht hergehöre, erscheint mir vor diesem Hintergrund doch mindestens sehr fraglich.