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    3 days ago

    Ich glaube der Zug ist abgefahen. Das reichste % besitzt 1/3, die reichsten 10% insgemsamt 2/3 des Vermögens. Die müssen um jeden Preis daran festhalten und das ausbauen, so funktioniert unser Wirtschaftssystem. Die denken sie können die anderen besiegen und dann wenigstens selbst gut leben.

    Das Drittel dass die anderen 90% besitzen ist auch nicht “produktiv”, das sind die Häuser in denen sie wohnen und die Autos mit denen sie zur Arbeit fahren. Praktisch das Ganze Produktive Kapital wurde schon aufgesaugt, als nächstes kaufen sie Rentner mit Altersarmut aus ihren Häusern raus.

    Das letzte Werkzeug dass den übrigen 90% bleibt ist ein politisches. Schon zu Zeiten von Charles Dickens haben die Reichen gesagt “Wenn ihr uns besteuern wollt dann werfen wir die Fabriken ins Meer”.

    • seeigel@feddit.org
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      3 days ago

      Desswegen erst eigene Fabriken haben, bevor Steuern diskutiert werden.

      Die Bindung des Vermögens ist ein Problem. Da aber die meisten mehr Geld haben als die Ärmsten, ist immer noch eine Einsparmöglichkeit vorhanden.

      Ich denke das größte Problem ist der Glaube an den Erfolg. Die Reaktionen zeigen mir, dass die Mehrheit ihr Schicksal akzeptiert hat.

      • SierpinskiDreieck@feddit.org
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        3 days ago

        Da beißt sich halt die Katze in den Schwanz. Mit den derzeitigen Preisen von Infrastruktur ist es den 90% nicht möglich in einem sinnvollen Zeitraum etwas aufzubauen und die Politik der EZB (Maastricht, Philips Curve) verhindert nötiges Investment.

        Ich bin auch bei dir dass die Gesellschaft Produktionsmittel braucht, ich glaube der einzige Weg dahin ist aber bestehende zu demokratisieren. zB der Vorschlag von Corbin damals, das “right of first refusal”.

        Das wird hässlich werden, aber entweder das oder Faschismus.

        • seeigel@feddit.org
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          3 days ago

          Die 90% müssen kein Vermögen aufbauen.

          Es reicht, den Cashflow zu nutzen und einen Teil davon zu investieren statt zu konsumieren. Wenn es die Konkurrenz von arbeiterfreundlichen Unternehmen gibt, wird fast jedes Unternehmen arbeiterfreundlich sein.

          Die Gefahr sehe ich auch, aber hässlich muss es nicht werden. Tatsächlich kontrolliert die Wirtschaft schon durch das Lobbying die Politik, wir nennen es nur nicht Faschismus.

          • SierpinskiDreieck@feddit.org
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            3 days ago

            Ja, kollektive Aktionen werden auf jeden Fall gebraucht.

            Wir bauchen alles: Wir brauchen Arbeitsgenossenschaften, wir brauchen Investmentgenossenschaften, wir brauchen starke Gewerkschaften. Wir brauchen lokale Räte und Organistaionen (und Federationen auf höheren ebenen) die sich um Pflege, Kinderbetreuung, die Umwelt … etc. kümmern.

            Der leichteste Weg ist es die Ultrareichen als die Feinder der Gesellschaft zu identifizieren die sie sind. Reichtum besteuern ist nötig aber nicht hinreichend.

            • seeigel@feddit.org
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              3 days ago

              Klingt leider nach Kambodscha und der Ermordung der Intelligenzia.Warum reichen Steuern nicht?

              • SierpinskiDreieck@feddit.org
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                3 days ago

                Ich tue mir den Kampf nicht an um das System das diese Bedingungen produziert intakt zu lassen. Das ist kein Zufall, das ist kein “exogener Schock”. Das wird jedes mal nach XY Jahren wieder passieren wenn es keine strukturellen Änderungen gibt.

                  • SierpinskiDreieck@feddit.org
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                    3 days ago

                    Ich befürworte das Meiste was die Wirtschaft in eine demokratischere Richtung bewegt.

                    Arbeiter*Innen im Vorstand, Aktienpakete, Verpflichtende Gewinnbeteiligung, … bis hin zu Right of first Refusal und vollstnädige Demokratisierung des Arbeitsplatzes.

                    Logisch zu Ende gedacht wird das in für mich in Parecon, aber das ist eine Utopie, zumindest Jahrzehnte entfernt. Am Weg nehme ich alles was “normale Leute” dazu bringt mehr Verantwortung und gleichzeitig mehr Beteiligung zu übernhemen.

                    Das wird immer noch Krisen haben, da wird es immer noch Probleme geben. Wenn alle Leute was zu melden haben, wird es aber schwieriger einzelne Gruppen zu unterdrücken.